Sieben gute Gründe Stoffwindeln zu benutzen

Wir lieben Stoff...
 
Vor allem, wenn es darum geht kleine Babypopos darin zu verpacken - hier sind unsere sieben guten Gründe für Stoffwindeln.
Nach dem Lesen dieser Übersicht wirst du sicher anders darüber denken, worin du dein Baby vierundzwanzig Stunden jeden Tag, während den ersten zweieinhalb Jahren seines Lebens, einwickelst.
 

Inhalt


 

1. Das Beste für dein Kind

Stoffwindeln sind weich, angenehm, atmungsaktiv, und vor allem frei von unnötigen Chemikalien! Stoffys sind wesentlich gesünder als ihre Wegwerf-Gegenstücke. Sie werden aus natürlich kuscheligen Materialien hergestellt, die sanft zur Haut sind und im Vergleich zu Wegwerfwindeln wesentlich seltener allergische Reaktionen auslösen.

Unsere Windeln enthalten zum Beispiel hypoallergene Baumwolle, Bambusviskose oder Hanf; damit sind sie perfekt für Babys zarte Haut. Sie sind ideal für Kinder, die empfindlich auf die Chemikalien in Wegwerfwindeln reagieren. Die Ergebnisse sprechen für sich: viele Mütter berichten, dass ihre Babys mit Stoffys praktisch nie an einem wunden Po leiden.

​Die meisten modernen Stoffwindeln besitzen eine sehr dünne, atmungsaktive und auslaufsichere Außenschicht aus laminiertem Polyester (PUL). Da diese Schicht sich außen an der Windel befindet, berührt sie dein Baby kaum. Wenn du ganz auf Plastik verzichten möchtest, ist eine Überhose aus Wolle die richtige Wahl. 

Wichtig für alle Eltern die nur das Natürlichste und Beste für ihr Baby wollen: Stoffwindeln enthalten keine unnötigen Chemikalien und Superabsorber, die sich in vielen Wegwerfwindeln befinden.

 

 

2. Spare hunderte von Euro

Zwischen 750 und 1500€ für Wegwerfwindeln auszugeben ist wahrhaftig weggeworfenes Geld. Mit Stoffwindeln sparst du auf lange Sicht viel Bares! Außerdem können die Windeln bei weiteren Kindern wiederverwendet werden. Dein Bankkonto wird dich lieben!

Windeln sind der größte laufende Kostenfaktor während das Baby heranwächst. Basierend auf den aktuellen Preisen von 2017 geben Deutsche Eltern zwischen 750 und 1500€ aus, um ein Kind die ersten zweieinhalb Jahre lang zu wickeln. Es ist zudem nicht ungewöhnlich, das ein Kind drei bis vier Jahre lang Windeln trägt. Dann steigt die Gesamtsumme natürlich entsprechend.

Im Vergleich dazu kostet ein komplettes Stoffy-Set für das erste Kind nur zwischen 350 und 600€. Und wir sprechen von sogenannten mitwachsenden Windeln; dein Kind braucht nur eine Größe Windeln, bis es gelernt hat auf die Toilette zu gehen. Mit einem zweiten Kind würdest du natürlich noch viel mehr sparen, da du die Windeln schon zur Hand hast!

Besonders umweltfreundliche, grüne Produkte zu kaufen bedeutet oft auch besonders hohe Preise zu zahlen – zumindest mehr als der normale Verbraucher. Doch Stoffwindeln sind nachhaltige Produkte, die dir im Endeffekt dabei helfen hunderte von Euro zu sparen!

Wenn du erfahren möchtest, wie viel genau du sparen kannst, sieh dir unsere Seite zu den Kosteneinsparungen an.
 
 

 

3. Der Umwelt zuliebe

Vermeide über 1000 Kilo Müll pro Kind. Wiederverwendbare Windeln sind aktiver Umweltschutz!

Die Zahlen sind überdeutlich. Von welcher Seite man es auch betrachtet, Wegwerfwindeln sind eine ENORME Belastung für die Umwelt.

Ein durchschnittliches Baby benötigt rund 4500 Windeln bevor es trocken wird. Das sind ungefähr 1000 Kilo Müll, der nicht recycelt werden kann (den Inhalt der Windel nicht mitgerechnet)! Windeln machen oft mehr als 50% des Hausmülls einer Familie mit Kind aus.  

Und wie lange bleibt Müll dann auf der Müllhalde liegen? Niemand weiß, wie lange es dauert bis eine Wegwerfwindel sich auf natürlichem Wege zersetzt, doch Wissenschaftler schätzen mindestens 500 Jahre – eine unglaublich lange Zeit, in welcher die enthaltenen Stoffe langsam an die Umwelt abgegeben werden.

Aber das ist nicht alles. Alle bisher genannten Zahlen beschreiben nur das Ende des Lebenszyklus einer Windel. Doch wie steht es mit der Belastung für die Umwelt durch die Herstellung, die Verpackung und den Transport?

Jede Produktion benötigt Rohmaterial wie Baumwolle, Wasser, Zellstoff, Plastik, Öl und oft jede Menge Chemikalien. Die natürlichen Rohstoffe, die nötig sind um 4500 Windeln für ein Kind zu produzieren, summieren sich zu vielen Tonnen Rohmaterial, und all das für ein Produkt, das nur einmal getragen wird – für ein paar Stunden!

Vergleiche das mit der Produktion von 20 wiederverwertbaren Stoffwindeln, die HUNDERTE MALE getragen werden können.

Wenn wir auch noch die Plastikverpackung hinzunehmen, in denen die Windeln verkauft werden (im Schnitt 36 Stück pro Packung), dann können wir auch noch 125 Plastiktüten mit auf die Negativbilanz setzen. 125 Tüten die mit aller Wahrscheinlichkeit nie wieder verwendet werden.

Stoffwindeln produzieren nicht nur so gut wie keinen Müll, sie schonen auch noch die natürlichen Ressourcen. Die nötigen Rohstoffe für die Produktion der rund 20 Stoffys, die ein Baby benötigt, sind schwindend gering im Vergleich zu dem, was sonst eh nur im Müll landet.  

Verfechter von Wegwerfwindel behaupten manchmal, dass die Umweltbelastung durch Stoffys ungefähr die Gleiche ist, weil diese gewaschen werden müssten und man durch Wegwerfwindeln sogar angeblich „Wasser sparen“ könne.

Die Wahrheit ist jedoch, dass selbst das Waschen der Stoffys zwei bis drei mal pro Woche während zweieinhalb Jahren immer noch WENIGER Wasser verbraucht, als das Herstellen von 4500 Windeln. Der Wasserverbrauch der industriellen Produktion darf keinenfalls unterschätzt werden.

Nur ein Beispiel: Ein Waschgang mit einer modernen Waschmaschine benötigt zwischen 68 und 102 Liter Wasser. Das macht zwischen 26 520 und 39 780 Liter über den gesamten Zeitraum von zweieinhalb Jahren, wenn drei Mal pro Woche gewaschen wird. In derselben Zeit würde die industrielle Produktion der Wegwerfwindeln für ein Kind 55 000 Liter Wasser verschlingen*.

Wegwerfwindeln kosten also wesentlich mehr Frischwasser als Stoffys – und sind obendrein auch noch nicht wiederverwertbar.

*Informationen: Verband der österreichischen Papierindustrie - Umweltbericht

 

 

4. Hygiene

Fäkalien gehören in die Toilette wo sie fachgerecht geklärt werden, nicht in die Tonne und auf die Müllhalde!

Stoffwindeln sind hygienischer, da der Stuhl einfach mit dem kompostierbaren Windelvlies entnommen und getrennt entsorgt werden kann. Die Kläranlage ist der richtige Ort um Fäkalien korrekt zu entsorgen. 

Und doch: Weltweit machen sich Millionen von Menschen keine Gedanken darüber und werfen die vollen Windeln in den Müll. Dort verbleiben Stuhl und Urin, dicht in eine nicht organisch abbaubare Hülle gewickelt. Wenn diese Pakete dann auf einer nicht gut abgedichteten Müllkippe landen, können sie auch noch zur Verschmutzung des Grundwassers beitragen. In der Müllverbrennungsanlage tragen sie zu immer mehr hochgiftiger Schlacke bei, die wie Sondermüll gelagert werden muss. 

Nicht zu vergessen ist natürlich der nicht sehr angenehme Geruch schmutziger Windeln im Hausmüll…

Mit Stoffys landen die allermeisten Fäkalien auch dort wo sie hingehören – in der Toilette. Dies gelingt super einfach Dank des biologisch abbaubaren Windelvlies (wie festes, aber weiches Toilettenpapier). Um den Rest kümmert sich dann die Waschmaschine.

 

 

5. Hilfe beim Trockenwerden

Kinder, die mit Stoffys gewickelt werden, werden im Schnitt sechs Monate früher trocken – zwischen zwei und zweieinhalb Jahren. Träger von Wegwerfwindeln erreichen dieses Stadium oft erst ab drei Jahren oder noch später.

Hast du dich schon einmal gefragt, warum es Windeln in der Größe 6, für Kinder bis zu 30 Kilo gibt? Diese Windeln passen Achtjährigen. Es ist eine erschreckende Tatsache, dass das Alter in dem Kinder trocken werden, seit der Einführung von Wegwerfwindeln in den 1960er Jahren immer später und später wurde!

Im Jahre 1957 war in den USA das durchschnittliche Alter, in dem Kinder tagsüber trocken werden, zwei Jahre. In 2002, 45 Jahre später, berichteten Eltern, dass das gleiche Ziel im Schnitt mit drei Jahren erreicht wird.

Heute ist es nicht ungewöhnlich, wenn Kinder mit drei oder vier Jahren noch Windeln im Kindergarten tragen, während Unfälle während der Nacht noch bei Fünf- bis Sechsjährigen als normal gelten*.

Woran liegt diese Entwicklung? Ein Hauptgrund findet sich in den stark absorbierenden Chemikalien in modernen Wegwerfwindeln. Die Windel fühlt sich über einen sehr langen Zeitraum hinweg trocken an und das Kind empfindet keine Feuchtigkeit. Dies führt dazu, dass Kinder ihre Ausscheidungen einfach ignorieren können. Viele Kleinkinder merken überhaupt nicht, wenn sie in die Hose gemacht haben.

Bei Stoffwindeln ist es im Gegensatz so, dass das Kind merkt, wenn die Windel das Maximum ihrer Kapazität erreicht hat. Die Stoffy wird feuchter und feuchter, und bald wird sich dein Baby melden und nach einer frischen Windel verlangen. Dies führt zu einem früheren Bewusstsein der Ausscheidungsfunktionen. Im Schnitt sind Stoffwindel-Kinder mit zweieinhalb Jahren trocken.

Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Toilet_training

 

 

6. Einfach und praktisch

Kein kompliziertes Falten! Auch brauchst du keine Sicherheitsnadeln wie unsere Eltern und Großeltern. Mit praktischen Klettverschluss- oder Druckknopf-Systemen stehen moderne Stoffwindeln den Wegwerfwindeln in nichts nach!

Für Stoffys brauchst du weder Origami-Faltkünste noch Sicherheitsnadeln. Moderne Stoffwindeln sind etwas ganz anderes als ihre Vorfahren, an die du dich vielleicht noch erinnern kannst. Sie haben ein sehr schlankes Design und sind geformt wie Wegwerfwindeln, und genau so einfach lassen sie sich auch handhaben. Wenn du schon Erfahrung mit Wegwerfwindeln hast, wirst du dich sehr schnell umgewöhnen.

Die meisten Eltern sagen, dass Stoffys nicht viel extra Aufwand sind, sobald man sich an die Routine gewöhnt hat.

In der Vergangenheit haben viele Mütter sich regelrecht davor gefürchtet das Haus mit einem Kleinkind zu verlassen. Auslaufende oder stinkende Windeln an den unpassendsten Orten zu handhaben ist nun einmal kein Vergnügen. Kein Wunder also, dass Wegwerfwindeln ein so großer Erfolg waren. Moderne Mütter müssen sich mit den neuen Hochleistungsstoffwindeln aber keine Sorgen machen. Stoffys sind auch unterwegs ein Kinderspiel!

Stoffys sind auch etwas für Babysitter, Kitas oder die Großeltern, da sie genauso einfach zu handhaben sind wie Wegwerfwindeln. Das Windelvlies fängt „das große Geschäft“ auf und wird einfach in die Toilette entsorgt. Die gebrauchte Windel wird zusammengefaltet und in eine Nasstasche gelegt. Nasstaschen sind spezielle wasserfeste Beutel, die Geruch und Feuchtigkeit sicher zurückhalten.  

Eine Besonderheit der Stoffys ist ihre Fähigkeit mit dem Kind mitzuwachsen. Viele Modelle gibt es nur in einer Größe, und die passen von 2-4 Monaten an, bis das Kind trocken ist. Grob gesagt: von 3 bis 16 kg. Anhand einer Reihe von Druckknöpfen wird die Windel bei Bedarf einfach auf die richtige Größe eingestellt. So wächst die Stoffy mit deinem Kind, und dir bleibt es erspart immer wieder neue passende Windeln zu kaufen. Für Neugeborene gibt es spezielle Neugeborenene Windeln.

 

 

7. Lustig und süß

Stoffwindeln funktionieren nicht nur gut, sie sehen auch richtig süß aus! Wie bei normaler Kleidung kannst du aus einer Vielzahl verschiedener Farben und Designs genau das auswählen, was dir gefällt und am besten zu deinem Kind passt.

Stoffys funktionieren nicht nur gut, sie sehen auch total süß aus! Wie bei normaler Kleidung kannst du aus einer Vielzahl von verschiedenen Farben und Designs genau das auswählen, was dir gefällt. Wenn du schöne Stoffe magst und Spaß daran hast dein Kind schick anzuziehen, dann wirst du an Stoffwindeln viel Freude haben!  

Wähle aus einer Vielzahl verschiedener Farben, um die Windel dem übrigen Outfit, deiner Stimmung oder einfach dem Wetter anzupassen. Wie wäre es mit einem bunten Muster? Da gibt es süße Modelle mit Blumen, Vögeln und Früchten für Mädchen. Oder aber verspielte Muster für die Jungen: Planeten, Raketen, Tiere… Und im Sommer genügt es, die Stoffy einfach mit einem passenden T-Shirt zu kombinieren – so einfach kann anziehen sein!  

 
Interessiert? Lies hier weiter, wenn du gerne mehr über Stoffwindeln erfahren möchtest.

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