Binden und Slipeinlagen aus Stoff

Damenbinden und Slipeinlagen aus Stoff sind die umweltfreundliche, hautfreundliche und günstige Alternative zu Wegwerfprodukten. Wie bei Stoffwindeln kannst du mit Stoffbinden viele Ressourcen einsparen und riesige Müllberge vermeiden. Dabei sehen sie auch noch hübsch aus, sparen Geld und sind sanft zur Haut.  


Was sind Stoffbinden?

Ein saugfähiger Kern im Inneren der Binde sorgt dafür, dass Flüssigkeit zuverlässig aufgesaugt wird. Die meisten Slipeinlagen und Damenbinden haben eine atmungsaktive PUL-Schicht, die ein Durchsickern Richtung Slip verhindert. Du kannst selbst entscheiden, welches Material du an deine Haut lässt und hast die Wahl zwischen Biobaumwolle, Bambusfrottee und Microfaser. Stoffslipeinlagen und Stoffbinden sind immer zu Hause vorrätig, so kommt es nicht zu Überraschungen. Stoffbinden haben Flügel mit Druckknöpfen, welche die Binden sicher an ihrem Platz halten. Die Druckknöpfe drücken nicht, keine Angst, sie heißen nur so!

Durch die Verwendung von atmungsaktiven Materialien ergibt sich ein angenehmes Körperklima. So wird Schwitzen und Hautreizungen vorgebeugt. Stoffslipeinlagen und -binden sind frei von Giftstoffen. Nutze wiederverwendbare Monatshygieneprodukte, spare Geld und schone so die Umwelt und den Verbrauch von Ressourcen.
 

Sind Stoffbinden besser für die Umwelt?

Die meisten Einweg-Binden und -Slipeinlagen sind von einer dünnen Kunststoffschicht, meist Polypropylen oder Polyethylen, umgeben. Das soll verhindern, dass sich Fasern aus der Binde herauslösen. Für die Herstellung wird Erdöl verwendet und das Endprodukt ist dadurch nicht biologisch abbaubar. Hinzu kommen weitere Materialien für die Verpackung, und die ist meistens auch aus Plastik. Manchmal geht es sogar soweit, dass jede Einlage einzeln verpackt wird.

Fast alle Einwegbinden enthalten saugfähiges Kunststoffgranulat, das die Flüssigkeit bindet, sowie Kunststoffe im Obermaterial, die für ein trockeneres Gefühl sorgen sollen. Die Verwendung von Kunststoffen kann sogar sinnvoll sein, doch wird das Kompostieren des Artikels so völlig unmöglich gemacht und es bleibt nur die Verbrennung oder die Mülldeponie - und beide Alternativen sind wegen dem Plastikanteil alles andere als umweltfreundlich.

Außerdem hinterlassen die immer wieder neu produzierten Wegwerfartikel einen enormen Ökologischen Fußabdruck. Erst müssen die Rohmaterialien (Erdöl, Baumwolle u.a.) der Erde abgerungen werden, um dann in mehreren Schritten aufwendig weiterverarbeitet zu werden. Dies geschieht meist in mehreren Fabriken und immer liegt ein Transportschritt dazwischen - Baumwolle wächst schließlich nicht beim Bauer nebenan. Anschließend muss das fertige Produkt in den Supermarkt, zu dir nach Hause und nach dem Gebrauch noch zur nächsten Müllverbrennungsanlage gefahren werden. Vergleiche das mit dem Weg, den eine Stoffbinde von der Waschmachine zur Leine und zurück in deine Schublade macht!
 

Sind Stoffbinden besser für meinen Körper?

Das schon eben erwähnte saugfähige Kunststoffgranulat und die Kunststoffe im Obermaterial von Einwegbinden schränken die Atmungsaktivität der Haut ein. Dadurch kann es zu Reizungen und anderen Hautirritationen kommen. Durch naturnahe Fasern oder atmungsaktive Hightechmaterialien in den Stoffbinden wird Schweißbildung vermieden und es bleibt ein angenehmes Körperklima. So wird auch die Gefahr einer Pilzinfektion gebannt - einfach genial.

Die Watte in den Einwegartikeln wird nahezu immer gebleicht, da Baumwolle von Natur aus hellbraun ist und eben nicht weiß. Heute wird glücklicherweise nicht mehr mit Chlor sondern mit Sauerstoff gebleicht. Doch der Prozess benötigt sehr viel Wasser und Energie. Zudem werden oft noch optische Aufheller eingesetzt, die als sehr umweltbelastend gelten. Öko-Test fand 2009 in verschiedenen Tamponmarken Chemikalien, wie das potenziell krebserregende Formaldehyd und halogenorganische Verbindungen, die laut Herstellern Rückstände des Bleichprozesses sind. Kein schöner Gedanke. Und selbst wenn diese Giftstoffe nicht mehr im Endprodukt nachweisbar sind, für die Produktion werden sie dennoch immer wieder eingesetzt.

Quelle: https://utopia.de/0/ratgeber/oekorrekte-damenhygiene-alle-tage-wieder-jede-menge-muell-tampons-binden-slipeinlagen


Welche Stoffbinden brauche ich?

Wie bei Wegwerfbinden gibt es Stoffbinden in unterschiedlichen Größen und Saugstärken. Für eine Periode empfehlen wir zwischen 6-12 Binden in Göße S oder M und 1-3 in L, je nach dem wie stark deine Blutung ist und wie lange deine Periode für gewöhnlich anhält. Stoffbinden werden wie Wegwerfbinden nach Bedarf gewechselt, also ca. alle 2-6 Stunden.


Wie bewahre ich meine Binden auf?

Wenn du unterwegs bist, kannst du die gebrauchten Binden einfach zusammenfalten und in eine kleine Nasstasche legen. Die Binde kann vorne und hinten zur Mitte hin gefaltet und darüber mit den Flügeln geschlossen werden, so dass ein sauberes kleines Päckchen entsteht. Vor dem Waschen bitte wieder auseinanderfalten. Zu Hause kannst du die benutzten Binden kurz mit kaltem Wasser ausspülen und z.B. in einem kleinen Eimer oder in einer Nasstasche bis zum Waschtag aufbewahren.
 

Wie wasche ich mein Stoffbinden?

Vor dem ersten Gebrauch sollten die Binden gewaschen werden. Um Flecken zu vermeiden, macht es Sinn die Stoffbinde nach dem Gebrauch zeitnah kurz mit kaltem Wasser auszuwaschen. Anschließend kannst du sie bis zur Wäsche in einer Nasstasche aufbewahren. Schon bei  40° - 60° werden die waschbaren Binden und Slipeinlagen auch unter hygienischen Gesichtspunkten einwandfrei sauber. Beachte bitte immer die jeweilige Waschempfehlung des Herstellers. Wir empfehlen keinen Weichspüler zu verwenden, da er die Saugfähigkeit der Baumwolle einschränkt. Falls nach dem Waschen noch Flecken bleiben sollten, lege die Binden in die Sonne oder benutze Ulrich Flecklöser  oder ASMi Fleckenseife.

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